Mit Demenz zu leben, kann wunderschön sein!

Die Bildungspartner Österreich gaben mit einem Kurzseminar einen Einblick in das gefürchtete Syndrom Demenz.

 

Referent Dipl. Päd. Markus Moosbrugger, MHPE und stellvertretender Fachbereichsdirektor für Pflege am AZW, hatte in seinem Vortrag „Märchen und Demenz“ vor allem eine Botschaft: dementiell veränderte Menschen können sehr viel Lebensfreude an den Tag legen. Ein Weg dorthin führt über Märchen.

 

Innsbruck | Das Schreckgespenst Demenz hat viele Gesichter. Die Betroffenen sehen sich u.a. mit Symptomen wie Gedächtnisstörung, Verwirrtheit oder Desorientiertheit konfrontiert.

Dass Wohlbefinden trotzdem möglich ist, stellte Markus Moosbrugger am Donnerstag, 10. Oktober 2013 im Haus Marillac auf eindrucksvolle Weise dar.

 

Umwelt kann sich anpassen – nicht der Betroffene

 

Zunächst weist Moosbrugger darauf hin, wie wichtig es ist, dass sich die Umwelt an den dementiell veränderten Menschen anpasst – nicht umgekehrt! Eine freundlich gestaltete Wohnumgebung, die mit dem Geschmack des Betroffenen übereinstimmt, und ein entsprechendes Verhalten jener, die die Senioren betreuen, sind entscheidende Größen. Wissen über Demenz hilft dabei.

 

Leben mit einem veränderten Gehirn

 

Das Gehirn von dementiell veränderten Menschen kann je nach Form in unterschiedlichen Regionen betroffen sein und verschiedene Funktionen negativ beeinflussen. Selten ist es die Motorik, die beeinträchtigt wird, von Demenz vollkommen unbeeinflusst bleibt das limbische System, Sitz unserer Gefühlswelt.

 

Märchen als Brücke in die Gefühls- und Sinneswelt

 

Genau hier setzen Volksmärchen an. Zelebriertes und ritualisiertes Erzählen ermöglicht es, in eine bekannte Welt aus Gut und Böse einzutauchen. Gefühle wie Sehnsucht, Fröhlichkeit, Liebe, aber auch Angst und Zorn werden geweckt und durchlebt. Dementiell veränderte Menschen können selber miterzählen und mitwirken. Am Ende siegt immer das Gute. Das Märchen vermittelt Genugtuung, Hoffnung und Freude. Eine märchenhafte Atmosphäre, geschaffen durch einen sanft beleuchteten Raum, behagende Gerüche aus Duftlampen, Illustrationen und einen Erzählerthron, der mit passenden Motiven geschmückt ist, regt alle Sinne an.

 

Seniorencoaches wissen wie

 

Die größte Geißel des Alters ist die Langeweile. Märchen sind nur einer von vielen Wegen, diese zu durchbrechen und alte Menschen würdevoll zu aktivieren. Weitere Möglichkeiten für eine sinnvolle und wertschätzende Beschäftigung älterer Menschen zeigt u.a. Markus Moosbrugger im Rahmen des Lehrgangs „Seniorencoach“ der Bildungspartner Österreich auf, der am 29. November im Haus Marillac startet. Informationen und Termine sind hier abzurufen, Ansprechpartnerin ist Mag.a Petra Jäger, erreichbar per Mail unter petra.jaeger@bildungspartner.eu oder telefonisch unter 0650 512 39 04.

 

Anmeldung und Rückfragehinweis:

Mag.a Petra Jäger

Bildungspartner Österreich / Region West

Ö-Cert-Qualitätsanbieter

 

6380 St. Johann in Tirol

Prantlstraße 2

 

Tel.: +43 (0) 650 512 39 04

 

Web: www.bildungspartner.eu

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