Wie? Was? Frauencoaching?

Was ist besonders am Frauencoaching?

 

Frauencoaching ist Coaching von Frau zu Frau! Diese Art der Begleitung im Rahmen eines Coachings bedient sich zwar derselben Instrumente, Methoden und Techniken wie das klassische Coaching auch, unterscheidet sich aber dennoch in drei Bereichen. Zum einen ist es die (1) besondere Anordnung der Phasen, die im Coachingprozess durchlaufen werden und zum anderen – und da ist viel wesentlicher - ist das Frauencoaching (2) geprägt vom Bewusstsein und der laufenden Reflexion der Coachess über die eigene weibliche Identität und zusätzlich (3) vertieftem Wissen um die gesellschaftlichen Bedingungen und Einflussfaktoren im Zusammenhang mit weiblicher Sozialisation und deren gesellschaftliche (Aus-)Wirkungen.

 

Das bloße Frausein reicht nicht aus, denn eine Coachess bezieht nicht nur ihre persönliche Reflexion und die gegebenen Bedingungen gesellschaftlicher Verhältnisse in ihre Arbeit mit ein, sondern bietet sich auch explizit als Wissens- und Informationsspeicher an, aus dem von den Klientinnen wissenschaftlich gesichertes Wissen und vor allem praktisches Know-how abgeholt werden können.

 

Die Aufgabe der Coachess besteht im Wesentlichen also darin, die (1) gesellschaftlich-sozialisatorische Dimension im Coachingprozess und der jeweiligen Themenbearbeitung zu berücksichtigen und mitzubedenken, (2) mögliche Zusammenhänge zwischen der Aktualsituation und dem Anliegen bzw. Problem der Klientin und den damit in Verbindung stehenden gesellschaftlichen Ansprüchen zu erkennen, (3) benennen zu können und (4) entsprechend bearbeitbar zu machen.

 

Frauencoaching ist daher mehr ein spezieller Rahmen denn ein Instrument, damit frauenspezifische Anliegen einen geeigneten Raum zur lösungsorientierten Bearbeitung finden können.

 

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