Didaktische Reduktion: Eine Kunst!

Didaktische Reduktion
Die Kunst das Wesentliche zu finden!

Auf der Suche nach dem Wesentlichen!

Wer versucht, zu viele Inhalte in einer in Workshop, Seminar oder Lehrgang vorgegebenen Zeit zu vermitteln, wird kläglich scheitern! Eines der großen Probleme in der Pädagogik im Allgemeinen und in der Erwachsenenbildung im Speziellen ist der Umstand, dass viele Trainer/innen; als Experten/innen auf Ihrem Gebiet, viel zu viel von ihrem (so dieses gegeben ist; Ausnahmen bestätigen die Regel) umfangreichen Detailwissen an die Teilnehmenden zu vermitteln versuchen. Tatsache aber ist, dass nie alles vermittelt werden kann, sondern die Inhalte der Seminare notgedrungen auf das Wesentliche - das was für die Seminarteilnehmenden relevant ist - reduziert und in Form gebracht werden muss. Pädagogen/innen und pädagogisch arbeitende Trainer/innen werden demnach eine entsprechende Auswahl treffen, Prioritäten setzten und Einschränkungen vornehmen.

Dem Wissenschaftsjournalismus ähnlich, geht es auch in Lernprozessen stets darum, „Laien“ nicht mit einer Lawine fachlichen Detailwissens zu überfahren, sondern sie Schritt für Schritt an die Komplexität eines Gegenstandes heranzuführen. Gute Pädagogen/innen und pädagogisch orientierte Trainer/innen beachten bei der Reduktion der Gegenstände die Kriterien „Gültigkeit“ und „Fassbarkeit“ (vgl. dazu u.a. Gustav Grüner) und leiten daraus das Ziel der didaktischen Reduktion ab. Konkret: den fachlichen Gegenstand so zu vereinfachen, dass er einerseits wissenschaftlich „wahr“ und „gültig“ sowie gleichzeitig auch für die Lernenden „fassbar“ wird.


Stellen Sie sich ruhig öfter einmal die Frage, ob Ihnen die Reduktion; Ihrer im Seminar vermittelten Inhalte, wirklich gelungen ist!

 

Autor: Manfred Hofferer; Bildungspartner Österreich


Diese Themen könnten Sie vielleicht auch interessieren:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0