Diese lästigen Verallgemeinerungen!

IMMER | NIE | ALLES | NICHTS | JEDE/R | NUR MIR | DIE | ... usw.


Sie kennen bestimmt diese mühseligen Verallgemeinerungen die nicht selten in Gesprächen genutzt werden und von denen man nicht weiß, was man davon wirklich halten soll. Wenn Sie in sich hinein hören und nachdenken, klingt es nicht in auch ihrem Ohr; ganz leise:

  • Nie kann mein Kollege dies oder das tun!
  • Immer nur mir passieren solche Dinge!
  • Mir gelingt aber auch gar nichts!
  • Alles geht immer schief!
  • Warum muss das nur bei mir sein?!
  • Die anderen sind es, die haben damit angefangen!

Einmal ganz ehrlich: Ich kenne tatsächlich - und ich bin doch schon ein Weilchen auf dieser Welt - niemanden, bei der/m tatsächlich immer alles schief geht, oder der/die Kollege/in nie etwas tut oder bestimmte Ereignisse sich nur bei einer ganz speziellen Person einstellen!?

Was Sie bedenken sollten ist, dass derartige unzutreffenden Verallgemeinerungen einen mitunter mächtigen Einfluss auf die Psyche haben. Wenn Sie sich immer wieder derartige „Glaubenssätze“ selbst vor sagen und Sie es immer wieder standhaft sich selbst gegenüber behaupten, wird sich das mit der Zeit im Unterbewusstsein festsetzen und die Wahrscheinlichkeit steigt zunehmend, dass die Anzahl der Dinge, die dann tatsächlich z. B. nicht gelingen (self-fulfilling prophecy), sich immer weiter erhöht.

Aus diesem Grund sollten Sie - wann immer es in Ihrem Ohr ganz leise, so oder ähnlich klingt: „Immer nur mir passieren solche Dinge!“ – darauf achten, dass Sie möglichst nicht bei dieser Verallgemeinerung stehen bleiben, sondern immer wieder ganz bewusst auch den situativen Kontext zur Bewertung hinzunehmen.

 

Viel Erfolg!

 

Autor: Manfred Hofferer; Bildungspartner Österreich

 

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