Weg damit!

Scheuklappen

Das ist so eine Sache mit dem strengen Blick nach vorne!

Eine der wirklich großen Besonderheiten des Lebens ist, dass der Mensch die Welt und ihre Inhalte ganz für sich selbst konstruiert und das, was objektiv gegeben ist subjektiv – auf eine ganz persönliche Art und Weise – erfasst und verarbeitet.

 

Die Farbe rot als solche lässt sich zwar objektiv darstellen, aber wie sie von den einzelnen konkret wahrgenommen, in welches Erfahrungs- und Bewertungsfeld und damit in Verbindung stehende (neben anderen Wirkfaktoren) Erfahrungen sie eingebunden und welche Bedeutung diese Farbe für die einzelnen Personen hat, bleibt immer eine Sache des/der Betrachters/in.

 

Schöne Sache!

Eine wohl jedem bekannte und wohl vertraute Sache, wenn man daran denkt, dass dieser Umstand auch dafür verantwortlich ist, dass der Mensch überhaupt in die Lage kommt, alles rund um sich herum konsequent auszublenden, wenn er einem Gedanken, einer Idee, einer Vorstellung, einem Auftrag oder einem Wunsch folgt. Das kann er im Kleinen, beim Hausputz, beim Einkaufen, beim Werkeln im Hobbykeller, beim Spiel mit den Kindern und im Grunde bei allem, dem er sich gerade mit aller Aufmerksamkeit zuwendet. Ein wirklich schöner und erfüllender Zustand, wenn man so ganz vertieft in eine/seine Sache sein kann.

 

Es ist genau das, als was es gesehen wird!

D.h. aber auch, dass immer dort wo Menschen zusammenarbeiten eine Vielzahl von „subjektiven Wirklichkeiten“ vorhanden und gegeben sind. Dazu ein kurzes Beispiel: Zwei Mitarbeitende wissen, dass regelmäßige Mitarbeitendengespräche im Unternehmen fixer Bestandteil der Zusammenarbeit sind und dennoch können sie diesen Umstand völlig unterschiedlich wahrnehmen, auffassen, verstehen und in der Folge auch darauf reagieren und damit umgehen! Die eine Person liebt und genießt dieses Feedback von außen und nutzt die so gewonnenen Informationen zur Weiterentwicklung, während die andere Person - nur wenn sie schon das Wort Mitarbeitendengespräch hört – Unwohlseinszustände und Ängste entwickelt und unmittelbar alle möglichen Widerstände aktiviert. Es würde nicht verwundern, wenn diese zweite Person schon einmal mit einem Krankenstand am Tag des Mitarbeitendengesprächs reagiert.

 

Man kann also nicht davon ausgehen, dass allein der Umstand dass es Mitarbeitendengespräche gibt, bei der einen Person Freude erzeugt und der anderen Person Angst macht. Das Mitarbeitendengespräch ist nicht die Ursache für die Reaktion, sondern die Art und Weise, wie dieses Mitarbeitendengespräch von den einzelnen Personen wahrgenommen bzw. interpretiert wird und mit welchen positiven und/oder negativen Vorerfahrungen dieses belegt ist! Genau dort verbirgt sich die Ursache für Freude oder Angst.

 

Mit Scheuklappen, Brillenblick und ganz auf sich selbst konzentriert!

In weiterer Folge zieht der Umstand der „subjektiven Wirklichkeitskonstruktion“ nach sich, dass der Mensch im Laufe des Lebens mehr oder weniger große und durchlässige „Scheuklappen“ und „Brillen“ entwickelt hat und noch dazu diese jeweils ganz "speziellen Ausschnitte" in einer „ganz speziellen „Art und Weise“ wahrnimmt und antizipiert. Unzweifelhaft ist damit auch, dass sich, diesem Gedanken folgend, jedes nachfolgende Handeln sich wiederum in einer ganz speziellen und individuellen Art zum Ausdruck bringen und zeigen wird. Vor diesem Hintergrund und Umstand entwickeln sich regelhaft in der betrieblichen Zusammenarbeit die kleinen und großen Missverständnisse, die Stagnation und das Absinken der Produktivität, die persönliche Unlust und fehlende Motivation, die lähmende Eindimensionalität im Arbeitsalltag, das Fehlen von neuen und kreativen Lösungen, die Probleme in der Zielfindung und -erreichung, die alltäglichen Kommunikations- und Verständigungsschwierigkeiten, bis hin zu einem insgesamt schlechten Teamklima.

 

Schauen Sie sich um: Warum nicht einmal ein Seminar dazu nachfragen oder sich selbst als Outdorpädagoge/in professionalisieren?

 

Autor: Manfred Hofferer

 

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