Sitzen wir uns zu Tode?

Sitzen wir uns zu Tode?

Und warum stehen Sie nicht auf?

Der Mensch sitzt beim Frühstück, in der Straßenbahn, im Auto oder der Bahn, bei der Arbeit, in Besprechungen und Meetings und danach mit den Kindern bei der Hausübung und beim Lernen. Dann sitzt er beim Fernsehen auf der Couch, vielleicht sitzt er abends in einer Fortbildung oder im Kino und danach gemeinsam bei einem Glas Wein mit FreundInnen im Lokal und selbst zur Aufbesserung der Fitness auf dem Hometrainer sitzt er!

 

Der Mensch ist sozusagen ein Homosupersedere geworden!

Was kann dagegen unternommen werden? Weniger sitzen und mehr bewegen ist der Schlüssel für ein längeres Leben! Das stellt eine systematische Übersichtsstudie von Josephine Y. Chauaus et al. aus dem Jahr 2013 fest (1), die den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema zusammenfasst. Der Mensch versitzt 50 bis 70 Prozent seines wachen Lebens! Und genau das bringt ihn um Jahre früher ins Grab. Die StudienautorInnen der „Daily sitting time and all-cause mortality: a meta-analysis“ zeigen, dass das Sterblichkeitsrisiko mit jeder zusätzlichen Stunde Sitzen zunimmt. Dabei sind jedoch nicht alle gesessenen Stunden gleich gefährlich: Jeweils ab der vierten und ab der achten Stunde zeigt sich ein sprunghafter Anstieg (Wer es genau wissen möchte kann hier nachlesen). Und auch für alle, die meinen „Ich bewege mich ohnedies regelmäßig“ neben dem ausdauernden oder exzessiven Sitzen, kann das frühere Sterberisiko durch Bewegung nicht eliminiert werden! Dazu mischen sich eine ganze Reihe von zusätzlichen und vor allem den persönlichen Lebensstil betreffende Wirkaspekte z.B. Übergewicht, Ernährung oder soziales Umfeld, die ihr Scherflein beitragen. D.h., weniger Sitzen ist angesagt!

 

Viel sitzen ist genauso ungesund wie rauchen!

Was die wenigsten wissen ist, dass Katzmarzyk P. & Lee I. 2012 in Ihrer Studie (2) dauerndes Sitzen mit einem nahezu gleich hohen Risikofaktor wie Rauchen bewerten: Dramatisch! Ihr Fazit: Die Lebenserwartung könnte um insgesamt zwei Jahre gesteigert werden, wenn die im Alltag versessene Zeit auf unter drei Stunden pro Tag reduziert werden würde. Was bedutet das für Sie konkret? Stehen Sie jetzt auf und bewegen Sie sich!

 

Tun Sie was und bringen Sie regelmäßig Bewegung in Ihr Leben!

Das ist auch die gute Nachricht: Das durch langes Sitzen erhöhte Sterberisiko kann mittels mehr Bewegung zwischendurch und nach der Arbeit ausgeglichen und reduziert werden. Durch regelmäßiges Gehen ist es möglich, die nachteiligen und schädigenden Auswirkungen des zu langen Sitzens nicht nur zu verringern (vgl. Chau J.Y.) sondern darüber hinaus auch das Wohlbefinden, die psychische Stabilität, die geistige Fitness, das allgemeine Leistungspotential und insgesamt die Lebensqualität zu verbessern. (3)

 

Warum gehen Sie nicht mit uns!?

Machen Sie mit uns die Pflicht zur Lust! Die Bildungspartner Österreich bieten ab März 2015 das Bewegungsseminar “Pflicht oder Lust - Von zielorientierten Pflicht- zu echten Spaß- und Lustbeweger/innen” an, durch das Sie regelmäßig und nachhaltig Bewegung in Ihr Leben bringen!

 

Was steht auf dem Programm?

Als Basis erhalten Sie Einblick in die Bewegungslehre “Gesund und richtig gehen” und gemeinsam mit den Trainer/innen entwickeln Sie ein selbstorganisiertes tägliches Gehprogramm und bewegen sich zudem 5 Wochen lang zwei mal in der Woche begleitet durch die Trainer/innen mit Gleichgesinnten. Sie üben die neue Gewohnheit des täglichen Gehens in der Gruppe ein und reflektieren dabei Ihr Verhalten und Ihre Fortschritte. Und zum Abschluss organisieren Sie gemeinsam mit Ihrer Gruppe eine gemeinsame Zweitageswanderung mit Übernachtung.


Sie haben Interesse?

Klicken Sie hier, informieren Sie sich und nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

Quellen:

  • (1) Josephine Y. Chau et al. Daily Sitting Time and All-Cause Mortality: A Meta-Analysis http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0080000 (abgerufen am 10.03.2015)

  • (2) Katzmarzyk P.T., Lee I-M.: Sedentary behaviour and life expectancy in the USA: http://bmjopen.bmj.com/content/2/4/e000828.full?sid=ad35dbbe-3e8f-4ae8-bd4f-01e5acd31fb8 (abgerufen am 10.03.2015)

  • (3) Wilke C., Krämer K., Biallas B., Froböse I. (2012) Lebensqualität und körperliche Aktivität im betrieblichen Kontext. In: Prävention und Gesundheitsförderung Volume 7, Issue 1 , pp 56-61, Springer Verlag


Autoren: Manfred Hofferer/Andrea Kern


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