Praktisch werden

Theorie-Praxis-Transfer

Von der Theorie zur Praxis

Der Transfer der theoretischen Inhalte zur eigenständigen Praxis ist ein ganz wichtiger Teil des Lernprozesses in unseren Bildungsangeboten. Um das theoretisch Gelernte und die Beispielanwendungen aus den Präsenzveranstaltungen praktisch umsetzen zu können, sind daher eine Reihe von aufeinander aufbauenden Maßnahmen vorgesehen.

 

Neben dem Einsatz von beruflich erfahrenen ExpertInnen zu den jeweiligen Themengebieten besteht die Lehrgangsarchitektur unserer Bildungsangebote aus folgenden neun Bestandteilen:

  1. Vorträge/Fallstudien: In den Präsenzseminaren werden die Teilnehmenden über Vorträge und Beispielanwendungen von ExpertInnen in ein bestimmtes Thema theoretisch eingeführt, zum Beispiel zu den Besonderheiten des Briefings bei outdoorpädagogischen Programmen. Durch die kleine Gruppengröße (max. 12 Teilnehmende) ist schon hier ein intensiver Austausch mit den DozentInnen und anderen Studierenden gewährleistet.

  2. Lehrtexte: Zusätzlich sichern (sowohl für die Theorie wie auch die Beispielanwendungen) Lehrtexte die praktische Relevanz der bearbeiteten Themenbereiche. Lehrtexte umfassen in etwa 30 bis 80 Seiten und sind durch Beispiele praxisorientiert gestaltet.

  3. Peergruppen: Selbstorganisierte Aktivitäten in der Peergruppe sind ein kontinuierlicher Bestandteil der Ausbildung. Sinn der Peergruppe ist die Anregung und Weiterentwicklung von Eigeninitiative und Selbstorganisation. Aus diesem Grund sind sie ohne feststehende Leitung konzipiert. Sie ermöglicht die Auseinandersetzung mit den eigenen Fragen zum Ausbildungsgegenstand.

  4. Übungen und gemeinsame Projekte: Lehrgangsbegleitende zusätzliche Übungen und Projektanregungen (in der Regel im E-Learning-Bereich) bieten den Teilnehmenden eine weitere Möglichkeit, sich in die jeweilige Thematik zu vertiefen. Die Übungsaufgaben dienen nicht nur der Übung, sondern vor allem der (Selbst-) Kontrolle, ob die Lehrinhalte und -texte bearbeitet und verstanden wurden.

  5. Praktika: Die Möglichkeit zur Mitarbeit bei erfahrenen TrainingsanbieterInnen mit unterschiedlichen Zielgruppen, Themen- und Arbeitsschwerpunktsetzungen, ist ein weiterer Baustein zur Entwicklung und Vertiefung praktischer Kompetenz. Gar nicht so selten werden theoretische Inhalte in ihrer Relevanz erst dann greifbar, wenn in der Praxis dazu auch entsprechende Erfahrungen gemacht wurden (Bspw. Einsatz von Interventionstechniken)

  6. Lern-Jobs: Je Themenbereich können mehr oder weniger praxisorientierte Aufgabenstellungen als sogenannte „Lern-Jobs“ formuliert werden. Dabei geht es um die Simulation beruflicher Realität und den Umgang damit. Beispielsweise werden KundInnenanfragen oder spezielle Planungsaufgaben mit einer gezielten Aufgabenstellung zur Bearbeitung durch die Teilnehmenden ausgegeben. Die Bearbeitung dieser Aufgaben offenbart und reflektiert den Stand der praktischen Kompetenz.

  7. Einsendearbeiten: Mit Bearbeitung der Einsendeaufgaben können die Teilnehmenden schon im Verlaufe der Ausbildung einen direkten Nutzen für Ihre berufliche Praxis ziehen: Wo immer die Themenstellung eines Lehrtextes es ermöglicht, ist eine Einsendeaufgabe so formuliert, dass die Teilnehmenden die Lehrtextinhalte auf ein Problem Ihrer beruflichen Praxis übertragen können.

  8. Zwischenüberprüfungen: Dabei sein ist einfach zu wenig! Aus diesem Grund werden die einzelnen für die Praxis wichtigen Abschnitte der Ausbildung (Grundlagentheorie, Didaktik, Methodik, Recht etc.) prüfungsmäßig (schriftlich) erfasst und von der Lehrgangsleitung entsprechend beurteilt.

  9. Abschlussarbeit: Um in der Praxis mit den neuen Ideen erfolgreich sein zu können, bedarf es nicht nur der Ausbildung, sondern die gezielte Vermarktung der eigenen Ideen und Dienstleistungen. Das bedeutet in der Praxis Marktforschung, Produktentwicklung, Zielgruppenanalyse, Produkteinführung und Markterschließung. Auf diese Herausforderung bereiten sich die Teilnehmenden durch ihre Abschlussarbeit vor. Grundlage der konzeptionellen Ausgestaltung bilden jeweils die aktuellen Erfordernisse Praxis. Oberste Maxime bei der Themenwahl ist die konkrete praktische Verwendbarkeit der Ergebnisse und so überrascht es nicht, dass der Großteil der verfassten Abschlussarbeiten tatsächlich erfolgreich in die Praxis umgesetzt wird.

Auf diese Weise werden in einem gut vernetzten System nicht nur die theoretischen Fragen zu outdoorpädagogisch relevanten Aspekten auf die Praxis hin ausgerichtet und bearbeitet, sondern auch die individuellen Lernbedürfnisse in den Professionalisierungsprozess mit einbezogen. Über diese Struktur und den vernetzen Aufbau werden die Teilnehmenden kontinuierlich angeregt, das Theoretische sukzessive in die Praxis zu transferieren und ihren Wissens- und Kompetenzstand sowie das pädagogische Denken, Planen und Handeln zu reflektieren.

 

Fazit: Wer will, der/die kann und alles andere ist für die Praxis ohnedies nicht wirklich relevant! Hier die Infos zum Outdoorpädagogik-Lehrgang.

 

Autor: Manfred Hofferer

Jahrgang 1962, studierte u.a. Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der Universität Wien und ist der wissenschaftlich-pädagogische Leiter der Bildungspartner Österreich. In der Vergangenheit engagierte er sich für pädagogische und therapeutische Projekte und Ausbildungen im Sektor Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Nun widmet er sich schwerpunktmäßig pädagogischen Themen vom Ausbildungsabschluss über den Berufseinstieg bis hin zum Arbeitsalltag.

 

Vielleicht interessieren Sie sich auch für diese Beiträge?