Auf dem Weg!

Bildugspartner, Outdoorpädagogik, Natur, biologisch

Outdoorpädagogik und Bio-Vention

Seit vergangener Woche läuft in Österreich ein neues Projekt mit dem Titel „Bio-Vention“ bei dem die Outdoorpädagogik ein aktiver Teil ist. Für die Outdoorpädagogik (*1) ist die Natur seit Beginn der Entwicklung der Methode der zentrale Arbeitsraum, in dem unterschiedlichste Aufgaben und Problemstellungen der Kundinnen und Kunden anhand von Übungen, Aufgaben oder Projekten in und mit der Natur bearbeitet werden.


Die Kernaufgabe der Outdoorpädagoginnen und Outdoorpädagogen in diesem neuen Projekt ist es, gezielt pädagogisch aufbereitete spiel-, experimentier- sowie erlebnis-, erfahrungs- und Erkenntnisräume zur Verfügung zu stellen, damit sich die Teilnehmenden bewusst mit sich selbst, der Natur als Basis des Lebens beschäftigen und zusätzlich den Wert natürlich bewirtschafteter Landwirtschaft erfassen, begreifen und verstehen können.


Hinter der theoretischen Konstruktion der von Claus Holler entwickelten Bio-Vention steht die Annahme, dass sich ...

  1. in dem Maße, in dem der Mensch mit sich und der Natur achtsam ist und sich
  2. gleichzeitig verbunden und voneinander abhängig begreift sich
  3. ein ganz spezielles verantwortungsbewusstes Wahrnehmen, Fühlen, Denken und in letzter Konsequenz Handeln und Verhalten einstellt und entwickelt, das durch
  4. gezielte Bio-Information angereichert werden kann.

Im Projekt Bio-Vention werden zusätzlich zur Outdoorpädagogik die Denkansätze und Methoden der achtsamkeitsbasierten Kognitiven Therapie (*2), der Tiefenökologie (*3) und der gezielten Bio-Information genutzt, um die Projektziele zu erreichen. Über die Verknüpfung der Theorieansätze ist gewährleistet, dass bei der praktischen Umsetzung der Bio-Ventionsprogamme

  1. alle Inhalte (vom einfachen Gehen, das Sehen, Greifen, Hören, Fühlen, Schmecken bis hin zum bewussten miteinander Kommunizieren oder gemeinsamen Problemlösungen [er-] finden) grundsätzlich (implizit oder explizit *4)
  2. mit dem Thema „Achtsamkeit“ hinterlegt,
  3. im Kontext der „Tiefenökologie“ - bei der konsequent auf die wechselseitige Bedingt- und Verbundenheit allen Lebens hingewiesen wird - angeboten und
  4. mit gezielten Bio-Informationen (z.B. über Zusatzstoffe, Produktionsbedingungen, Gesundheit, etc.) versehen werden können. Den räumlichen Rahmen dazu, mit der dort noch weitgehend intakten Umwelt, bieten Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern auf ihren landwirtschaftlichen Bio-Betrieben.

Damit wird gleichzeitig auch eine auslösende Wirkung und Relevanz, hinsichtlich des Transfers in andere alltägliche bzw. gesellschaftlich-politisch-ökonomische Zusammenhänge angeregt, und grundgelegt. Konkret: Wer diese Achtsamkeit, die wechselseitige Verbundenheit und ausreichende Informationen über biologische Hintergründe und Zusammenhänge verinnerlicht hat, wird auch z.B. als Konsument/in hinsichtlich des allgemeinen und speziellen Schutzes der Lebensgrundlagen nicht nur sensibilisiert sein, sondern entsprechend aktiv handeln.


Fazit: Eine gute Sache und die Zeit wird zeigen wie das Projekt sich entwickeln wird!


Literatur:

  • *1: Hofferer M., Fanninger R.: Praxishandbuch Outdoorpädagogik - Ein Lehr und Arbeitsbuch für outdoorpädagogisches Denken, Planen und Handeln, Outdoorpädagogik Austria, 2011, ISBN: 9783200022973, http://www.ciando.com/ebook/bid-266700-praxishandbuch-outdoorp-dagogik-ein-lehr-und-arbeitsbuch-f-r-outdoorp-dagogisches-denken-planen-und-handeln/
  • *2: vgl. dazu: Wirkmechanismen achtsamkeitsbasierter Psychotherapie. Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie (2006), 54, pp. 265-276. DOI: 10.1024/1661-4747.54.4.265. © 2006 Verlag Hans Huber. (http://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/1661-4747.54.4.265)
  • *3: Andreas Schelakovsky, Handbuch Tiefenökologie, 2015. Eigenverlag, http://tiefenoekologie.at/download/handbuch-tiefenoekologie-2015-andreas-schelakovsky/
  • *4 direkt an- und ausgesprochen und mit den Teilnehmenden besprochen bzw. unausgesprochen immanent im Sinne von „mit gemeint“ bzw. „mit enthalten“


Autor: Manfred Hofferer

Jahrgang 1962, studierte u.a. Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der Universität Wien und ist der wissenschaftlich-pädagogische Leiter der Bildungspartner Österreich. In der Vergangenheit engagierte er sich für pädagogische und therapeutische Projekte und Ausbildungen im Sektor Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Nun widmet er sich schwerpunktmäßig pädagogischen Themen vom Ausbildungsabschluss über den Berufseinstieg bis hin zum Arbeitsalltag.


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Kurzzusammenfassung:

Projektträger und Fördergeber/in

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Kommentare: 7
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    Wendie Flore (Donnerstag, 02 Februar 2017 10:59)


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