Ja darf ich das?

Seniorencoaching

Was man zum Thema „selbstständige Personenbetreuung" wissen sollte.

Zwar ist derzeit die häufigste Form, die in der Personenbetreuung zur Zeit zu tragen kommt, immer noch die 24 Stunden Betreuung, aber zunehmend gewinnen auch andere Formen wie z.B. stundenweise häusliche Betreuung bzw. Freizeitbegleitung, Alltagsbetreuung und -begleitung und eben auch das "Seniorencoaching" an Bedeutung.

 

Das Selbstständigenmodell der Personenbetreuung hat sich vor allem auf Grund der damit verbundenen Flexibilität und Finanzierbarkeit am besten bewährt. Zwar haben selbstständige PersonenbetreuerInnen keine Bindung an einen Mindestlohntarif, jedoch müssen auch geringe Sozialversicherungsbeiträge abgeliefert werden. Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, das die „Selbstständigen“ Ihre Arbeitszeiten frei mit den Kunden/innen regeln und auf diese Weise individuell auf die Bedürfnisse der Kunden/innen eingehen können. Dazu kommt, dass Sie ihre Leistungen nicht im zwei Wochen Rhythmus anbieten müssen, sondern auch über längere Zeiträume arbeiten können. Der Grund dafür liegt darin, dass es in diesem Bereich keine Bestimmungen über Arbeits- und Ruhezeiten gibt. Die selbstständigen Personenbetreuer/innen entscheiden frei und gemeinsam mit Ihren Kunden/innen, wie Sie Ihre Arbeitszeiten regeln. Vor diesem rechtlichen Hintergrund kann die Betreuungsarbeit als Seniorencoach sehr gut auf die Kunden/innen bezogenen und individuell auf Bedürfnisse und Wünsche abgestimmt werden.

 

Sie denken daran als selbstständiger/e Personenbetreuer/in tätig zu werden? Was ist zu tun?

 

WICHTIG: Das freie Gewerbe der Personenbetreuung ist – neben anderen wichtigen persönlichen Voraussetzungen - an bestimmte Voraussetzungen geknüpft (s.u.)

 

A.) Ausbildung: Auch wenn man selbst voll Ideen und Tatendrang ist, ganz ohne wird es in der Praxis nicht gehen und macht auch nicht wirklich Sinn! Schauen Sie sich um und überlegen Sie für sich selbst, ob Sie sich nicht auch entsprechend professionalisieren wollen. Das gibt Sicherheit und ist auch beim Markteintritt und in der Bewerbung ein Vorteil!

 

B.) Anmeldung des Gewerbes: Mit der Anmeldung werden Sie Wirtschaftskammermitglied. Die Voraussetzungen dazu sind:

  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Staatsangehörigkeit zu einem EU - Mitgliedstaat bzw. Liechtenstein, Norwegen, Island und der Schweiz oder Vorliegen einer Aufenthaltsberechtigung
  • einwandfreier Leumund
  • Das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen.

C.) Anmeldung bei der Sozialversicherung

  • Die Anmeldung des Gewerbes führt zu einer Pflichtversicherung (Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung). Dies beinhaltet auch den Anspruch der betrieblichen Vorsorge. Wichtig: Die Anmeldung bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft muss innerhalb eines Monats erfolgen!

 

D.) Finanzamtsmeldung: Bei dem für Sie zuständigen Finanzamt teilen Sie mittels Formular „Verf24“ innerhalb eines Monats die Eröffnung des Betriebes mit.

 

E.) Kunden/inneninformation & Werbung: Hier gibt es viele und unterschiedlichste Möglichkeiten: Mundpropaganda, Information mittels Flyer, Broschüren, Webseite, Soziale Medien, Vorstellung bei Vermittlungsagenturen u.v.m. Achtung: Sie dürfen potenzielle Kunden nur nach einer ausdrücklichen Einladung aufsuchen und beachten Sie bitte das Telekommunikationsgesetz!

 

F.) Abschluss eines Werkvertrages mit den Kunden/innen: Es wird mit der zu betreuenden Person, der Familie oder einer anderen juristisch zuständigen Person ein Betreuungs- und Werkvertrag abgeschlossen.

 

Wichtige Links:

Hier der Link zu unserer Ausbildung: Seniorencoaching

 

Autor: Manfred Hofferer

Jahrgang 1962, studierte u.a. Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der Universität Wien und ist der wissenschaftlich-pädagogische Leiter der Bildungspartner Österreich. In der Vergangenheit engagierte er sich für pädagogische und therapeutische Projekte und Ausbildungen im Sektor Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Nun widmet er sich schwerpunktmäßig pädagogischen Themen vom Ausbildungsabschluss über den Berufseinstieg bis hin zum Arbeitsalltag.

 

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