Krawuzi Kapuzi

Selbstmotivation, Selbstorganisation

TEIL 3 |  Alle reden davon und jede/r meint ETWAS EIGENES - mühselig!

 

„Lass mich mit dem Thema Teamarbeit in Ruhe – ich kann das schon nicht mehr hören!“ Ein nicht selten gehörter Ausspruch, wenn es um dieses Thema geht. Fragt man nach „Warum?“, kommt wie aus der Pistole geschossen

  • „Da wird so viel darüber geredet und werden sinnloseste Seminare veranstaltet und in der Praxis läuft es dann sowieso ganz anders.“

Und interessiert man sich dann für den Grund des "Anderslaufens" in der Praxis heißt es fast immer:

  • „Teamarbeit funktioniert in der Praxis nicht, weil es immer ein oder zwei Kasper gibt, die sich hervorheben, ständig klug scheißen und sich auf Teufel komm raus profilieren müssen - ganz egal in welchem Team - das ist meine Erfahrung, so schaut es aus!“

und dann folgt:

  • „Kennen Sie den?“ Was? „Na den Witz?“ Welchen? „Na den: Teamarbeit ist, wenn sechs Leute für etwas bezahlt werden dass vier billiger tun könnten. Wenn sie nur zu dritt wären und zwei davon gerade krank sind :-)“ und „Die Teamleiterin sagt: Wir sind ein Team und deshalb befolgt ihr jetzt genau meine Anweisungen! Ha ha haaaa... (dazu stelle man sich das Lachen von Alf vor)

Wie man es auch dreht und wendet, im Grunde geht es um Zusammenarbeit und die geht einfach leichter von der Hand, wenn man zumindest auf sechs Bereiche achtet:

  • Rivalität und eine „Mich geht das nichts an/ich kann das nicht/warum ich?“ etc.- Haltungen haben keinen Platz
  • es gibt eine klare gemeinsame Zielsetzung
  • es wird konstruktiv miteinander kommuniziert, Informationen werden ausgetauscht und abgestimmt und es wird grundsätzlich nichts zurückgehalten oder verheimlicht
  • gegenseitige Unterstützung und Hilfe ist Programm
  • gemeinsam erarbeitete Umgangs- und Spielregeln werden konsequent eingehalten
  • am Ende tragen alle Verantwortung

Wussten Sie eigentlich, dass sich ExpertInnen immer noch uneinig sind, wann ein Team wirklich ein Team ist?! Fest steht, nur weil eine Gruppe von Mitarbeitenden in einem Organigramm als „Team” bezeichnet wird, macht diese formale Auszeichnung noch kein Team aus.

 

Zum Schluss des dritten Beitrags der Hinweis: Sie sind schon einen enormen Schritt weiter, wenn Sie diese sechs Aspekte guter Zusammenarbeit mit den acht Aspekten aus den beiden vorangegangenen Beiträgen verknüpfen können - probieren Sie es einfach einmal aus!

 

Fazit: In jedem Fall lohnt es sich die sechs Punkte zu merken und um zu guter Zusammenarbeit zu finden muss man oft einfach nur liebgewordene Gewohnheiten überwinden! Sicher ist, in diesem Fall ist die Summe immer mehr als seine Teile :-)

 

Autor: Manfred Hofferer

Jahrgang 1962, studierte u.a. Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der Universität Wien und ist der wissenschaftlich-pädagogische Leiter der Bildungspartner Österreich. In der Vergangenheit engagierte er sich für pädagogische und therapeutische Projekte und Ausbildungen im Sektor Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Nun widmet er sich schwerpunktmäßig pädagogischen Themen vom Ausbildungsabschluss über den Berufseinstieg bis hin zum Arbeitsalltag.

 

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