Kerin im Gespräch :-)

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Bei der Lehrgangsleitung des LSB nachgefragt!

Kerin Piereder-Crane leitet erfolgreich seit 2015 den von ihr entwickelten Lebens- und Sozialberaterlehrgang. Wir haben sie zu Ihrem Lebens- und Sozialberaterlehrgang nachgefragt:

 

Frage: Liebe Kerin Piereder-Crane, was war für Dich der Anlass, bzw. die Hauptmotivation einen eigenen Lebens- und Sozialberaterlehrgang zu starten?

 

"Gute Frage! Wenn ich zurückblicke, wird mir sofort klar, warum ich diesen Lehrgang entworfen habe und in die tatkräftige Umsetzung gebracht habe. Hauptmotivator war die Erkenntnis aus der langjährigen praktischen Beraterinnentätigkeit, dass eine gute fundierte Ausbildung in diesem Bereich weit wertvoller ist, als ausschließlich ein gutes Gefühl für Menschen und deren Bedürfnisse zu haben.

 

Das Wissen über die gesellschaftlichen Entwicklung, die Veränderungen in der sozialen Landschaft und die Schnelllebigkeit in der heutigen Zeit der sozialen Netzwerke (Medien) fordern BeraterInnen weitaus mehr als diese oft erfüllen können. Somit war für mich die Notwendigkeit deutlich geworden – hier Personen nachhaltig fundiert und gut auszubilden – vor allem zum Wohle einer Gesellschaft, wo die die Integration und Festigung aller Personengruppen in den nächsten Jahren nachhaltig wirksam umzusetzen sein wird. Eine schnelllebige soziale (Um)Strukturierung braucht gefestigte BeraterInnen Persönlichkeiten als Fels(en) in der Brandung."

 

Frage: Wer sind die Leute, die Deine Lehrgänge besuchen und sich von Dir und Deinem Team ausbilden lassen?

 

"Die Personen im Lehrgang sind überwiegend Menschen, welche selbst im sozialen Bereich eine fundierte Ausbildung haben, aktiv sind und gerne hier noch eine zusätzliche beraterische Fähigkeit sich aneignen wollen oder es sind gänzlich berufsfremde Personengruppen, welche sich eine zweite Ausbildung aneignen wollen, um sich beruflich neu oder weiter zu orientieren. Die Menschen, welche diesen Lehrgang auswählen, haben selbst eine hohe Anforderung an Toleranz, Humanität und einer offenen Grundhaltung aller Personen unabhängig der Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Kultur oder Religion."

 

Frage: Was würdest Du sagen, zeichnet den von Dir geleiteten Lehrgang in besonderer Weise aus?

 

"Ein besonderes Merkmal des Lehrganges ist eine etwas unkonventionelle Art und Weise den Lehrinhalt in die praktische Umsetzung zu bringen. Ein sehr hoher Anteil an Eigeninitiative beim Erlernen (Erfahren) der theoretischen Inputs wird von den TeilnehmerInnen vorausgesetzt. Auch selbstkritisches Arbeiten und Reflektieren ist Teil der „etwas anderen Art“ des Lernens.

 

Ein sehr hoher Praxisbezug der Vortragenden lässt hier diese Möglichkeiten sehr gut zu, denn viele Beispiele aus der Praxis sind der Basisgrundstock dieser Methodenvielfalt beim persönlichen (Er)Lernen und (Er)fahren der Inhalte! Eigenständiges Arbeiten fördert und fordert BeraterInnen für die Arbeit in der Praxis und macht sie zu starken paktfähigen PartnerInenn für die KlientInnen. In diesem Lehrgang wird Selbsterfahrung zur (Eigen)Erfahrung in der Beratung!"

 

Frage: Was sind für Dich die wichtigsten Ziele, die Deine Teilnehmenden im Laufe des Lehrgangs erreichen sollten und warum?

 

"Ein grundlegendes & wichtiges Ziel (ein Endergebnis) des Lehrganges sollten in sich gestärkte, tolerante BeraterInnen sein - mit einem vollem „Rucksack“ vieler diverser Methoden in der Praxis der Beratung und deren dazugehörigen Techniken (Möglichkeiten) zur Unterstützung der KlientInnen bei der Prozessbegleitung der Veränderung von Sichtweisen bei Problemstellungen und krisenhaften Situationen des Lebens.

 

Ein weiteres Ergebnis sollten selbstkritische und gut reflektierte BeraterInnen sein, welche Ressourcenorientiert arbeiten & bereit sind – Veränderungen und neue Sichtweisen offen und tolerant anzuhören und einzubauen. Diese zwei Ergebnisse sind Eckpfeiler für eine nachhaltige Vertrauensbasis für die Arbeit mit KlientInnen in diesem sensiblen Feld der Lebens- und Sozialberatung."

 

Frage: Welche beruflichen Möglichkeiten ergeben sich nach dem Lehrgang konkret für die AbsolventInnen?

 

"Wie schon eingangs erwähnt, treten aufgrund der raschen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderung und den dadurch erhöhten Leistungsdruck der Menschen vermehrt Unsicherheiten, Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung, wie auch Erziehung, Partnerschaft und/oder Alltagsthemen der Arbeitswelt und beruflichen Veränderung auf. Die Akzeptanz gegenüber der Inanspruchnahme vom HelferInnensystem (Beratung) ist im Vergleich zu den Jahren davor - gestiegen.

 

Der Berufsstand des Lebens- und SozialberaterIn wird als Teil der Zukunftsbranche gesehen. Das umfangreiche Tätigkeitsfeld bietet somit viele Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung an – wie die Arbeit auf selbständiger Basis oder ein Angestelltenverhältnis im öffentlichen Dienst. Der Beruf des LSB lässt sich auch sehr gut im ersten Schritt als nebenberufliche Tätigkeit ausüben. Sowie der Lehrgang auch berufsbegleitend ausgerichtet wurde, können die ersten beruflichen Erfahrungen in der Ausübung des Berufes während dessen schon behutsam gestartet werden."

 

Frage: Gibt es so schon so etwas wie Erfolgsgeschichten von Absolventen/innen? Kannst Du uns eine skizzieren?

 

"Da die Lehrgänge sich noch nicht in der Abschlussphase befinden (Laufzeit) gibt es noch keine Berichtmöglichkeiten der TeilnehmerInnen in Bezug auf die Etablierung in der Berufswelt (ohne Abschluss nicht umsetzbar). Dennoch gibt es immer wieder entzückende Inputs während der Ausbildung im Rahmen der praktischen Arbeit, welche einen hohen Stellenwert an Entwicklung für die TeilnehmerInnen liefern kann.

 

Zum Beispiel hat eine TeilnehmerIn im Rahmen des Praktikums in einer Jugendberatungsstelle ein kreatives Projekt zum Thema „Ich und mein Selbstwert“ angeleitet und konnte einen sehr großen Erfolg damit verzeichnen und bekam sogar eine Einladung nach Graz, um dieses dort mit den Jugendlichen vorzustellen an einer Beratungsstelle aus dem Netzwerk der anleitenden Praktikumsstelle der Auszubildenden. Also ein Erfolg für alle Beteiligten – Entwicklungsarbeit direkt im Feld der Beratung. Dies bezeichnet den Bereich Lebens- und Sozialberatung. Und dies ist eines meiner Kerninhalte und Endziele für die praktische Umsetzung der Ausbildung im Alltag."

 

Liebe Kerin Piereder-Crane, herzlichen Dank für dieses angenehme und informative Gespräch!

 

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