Das WEB ist eine dicke Suppe!

Content Gestaltung & Contentmarketing: Wo in der World Wide Web-Suppe bin ich?!
Wo in der World Wide Web-Suppe bin ich?!

Contentgestaltung & Contentmarketing

Stellen Sie sich das »World Wide Web« als »Suppe« vor, die langsam vor sich hin köchelt und in die täglich unkontrolliert unzählige (mehr oder weniger neue) Inhalte und Informationen als Zutaten geworfen werden. Seit den 1990er-Jahren ist aus einer durchsichtig-dünnen Infoflüssigkeit eine dicke zähflüssige »Informationssuppe« geworden.

 

War in der Vergangenheit noch (eine gewisse) Transparenz gegeben, ist es heute nahezu unmöglich die einzelnen, die Suppe bildenden, Teile auszumachen. Da gibt es Zutaten, die

  • auf dem Boden abgesetzt sind,
  • unter der Oberfläche, in der zähen Flüssigkeit, unsichtbar schweben bzw.
  • ganz oben schwimmen und deutlich zu sehen sind.

Wo in der Suppe sich die Zutaten befinden, ist nicht relevant für die Qualität der Inhalte, lediglich relevant für die Sichtbarkeit. D.h., Sichtbarkeit ist kein zwingender Hinweis auf Qualität oder/und Güte. Wo sich die Zutat befinden, hat zunächst ausschließlich mit der Art, der Konsistenz, den Eigenschaften und der Gestaltung der Zutat zu tun.

  • NutzerInnen löffeln in dieser Suppe und holen sich entweder das,
  • was oben schwimmt und gerade vordergründig sichtbar ist,
  • wonach ihnen gelüstet, oder sie
  • suchen gezielt nach Inhalten und Informationen, auf die sie »Gusto« haben, bzw.
  • lassen sich überraschen, was sich nach dem Eintauchen des Löffels auf ihm findet.

An dieser Stelle ein Hinweis: Alle verfügbaren Nutzungsstatistiken weisen deutlich darauf hin, dass der überwiegende Teil der Suppeessenden sich primär über die oben schwimmenden sichtbaren Zutaten - im wahrsten Sinne des Wortes - her machen. Der wesentlich geringere Teil betreibt dagegen gezielt Recherche, rührt in der World Wide Web-Suppe um, und beschäftigt sich gezielt und kritisch mit den dabei sukzessiv auftauchenden Zutaten.

 

Genau an dieser Stelle setzt Contentmarketing und Contentmanagement an. Wenn heute etwas in die World Wide Web-Suppe geworfen werden soll, muss es in jedem Fall im Vorfeld gestaltet werden, damit es »oben schwimmt« und von möglichst Vielen unmittelbar wahrgenommen werden kann. Der Inhalt ist - auch wenn das viele nicht gerne hören - dabei nicht ganz so wichtig. D.h., es treiben viele Themen, Inhalte und Informationen an der Oberfläche, die inhaltlich - verzeihen Sie den starken Ausdruck - »Schrott« sind! 

 

Was heute verlässlich nicht mehr funktioniert ist, wenn man Inhalte, Themen, Informationen oder Nachrichten einfach in die World Wide Web-Suppe wirft und davon ausgeht, dass diese schon gefunden werden. Die wichtigsten acht Gestaltungselemente, um die Zutat an die Oberfläche zu bringen und »schwimmfähig« zu machen, sind:

  1. ein guter Titel, der Aufmerksamkeit erregt
  2. ein möglichst kontrovers zu diskutierendes Schlüsselthema
  3. spezifisch auf die NutzerInnen zugeschnittene aktuelle und relevante Information
  4. Aufbereitungen, welche Grundbedürfnisse ansprechen sowie die NutzerInnen erstaunen, überraschen und emotional berühren
  5. die Beantwortung einer Frage bzw. Aufklärung zu einem Thema
  6. passende Textlänge und -gestaltung
  7. zielgruppenorientierte Illustration, Bild-, Infografiken bzw. Videoauswahl,
  8. Medium und geeigneter Zeitpunkt der Veröffentlichung, u.a.m.

Mischt sich dazu eine gewisse Kontinuität in der Veröffentlichungs- und Netzwerksarbeit, steigt die Chance, dass die Beiträge nicht nur unmittelbar wahrgenommen werden, sondern sich auch in Richtung »viraler Content« bewegen.

 

Die Suppe kocht!

Gutes Gestalten und Auf- und Zubereiten :-)

 

P.S.: An dieser Stelle muss aber ehrlicherweise - für alle, die etwas verkaufen möchten - auch darauf hingewiesen werden, dass wahrgenommen werden noch nicht zwingend KundInnen gefunden zu haben heißt!

 

HINWEIS: Bei »Bildung am Berg« thematisieren wir dieses Thema regelmäßig!

Autor: Manfred Hofferer

Jahrgang 1962, studierte u.a. Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der Universität Wien und ist der wissenschaftlich-pädagogische Leiter der Bildungspartner Österreich. In der Vergangenheit engagierte er sich für pädagogische und therapeutische Projekte und Ausbildungen im Sektor Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Nun widmet er sich schwerpunktmäßig pädagogischen Themen vom Ausbildungsabschluss über den Berufseinstieg bis hin zum Arbeitsalltag.

 

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