Gemeinsam innehalten!

Drah di jetzt um, oh oh oh. Schau, schau des guate Gfühl geht um! Oh oh oh

Gemeinsam den Standort bestimmen
Gemeinsam den Standort bestimmen

Nicht nur jede/r Einzelne sollte zwischendurch immer wieder einmal innehalten, sich umschauen und in sich hinein spüren, um ein Gefühl zu bekommen, wo er/sie gerade steht. Nein, das ist auch und gerade für Teams besonders wichtig, um bestmöglich produktiv und effektiv zu bleiben.

 

Das Ziel einer gemeinsamen Rück- und Rundumschau ist es, jene Faktoren, die eine Bremswirkung entwickelt haben zu isolieren und zu eliminieren. Gemeinsam aus dem Fluss der täglichen Anforderungen auszusteigen, miteinander ruhig zu werden, zurückzublicken und darüber kritisch nachzudenken ist im Grunde ganz einfach, man muss es nur tun. Geschieht das, ist auch zu einem großen Teil sichergestellt, dass die Qualität der Beziehungen, das eigene positive innere Wohlbefinden und eine positive Teamatmosphäre anwächst.

 

In einer regelmäßigen gemeinsamen Standortbestimmung sollte, neben den sach-, objekt- und prozessbezogenen, den strategisch- und operativ-administrativen Aspekten, auch den, für das Team wichtigen, »weichen Faktoren« nachgegangen werden:

  • Welche Qualität hat und was trägt unsere Kommunikation und Zusammenarbeit?
  • Was ist die Vision und unser gemeinsamer Horizont?
  • Nutzen und pflegen wir die bestehenden Kompetenzen tatsächlich sinnvoll?
  • Wie wert schätzen wir Wertschätzung?
  • Wie halten wir es konkret mit gegenseitigen Abhängig- und Verbindlichkeiten?
  • Wird Verantwortung und Verantwortungsübernahme bei uns gelebt?
  • Ist gegenseitige Unterstützung ein Schlagwort oder gelebte Realität?
  • Wo schlummern welche Potentiale und Ressourcen und wie können diese geweckt werden?
  • Worin besteht das Besondere unserer Atmosphäre und warum ist das so?
  • u.v.m.

Wer sich über diese Aspekte miteinander austauscht, entwickelt nicht nur Wissen, sondern vor allem Respekt, Toleranz und verbessert die Konsensbereitschaft. Damit bekommen Stressfaktoren, hemmende Konflikte oder/und Prokrastinationen zunehmend weniger Chance zu greifen.

 

Aber Achtung, nicht zu viel davon auf einmal und auf gar keinen Fall unter Druck und mit Stress, denn das würde im schlechtesten Fall genau das Gegenteil bewirken.

 

Beste Grüße an das Team - Wir sehen uns!


Autor: Manfred Hofferer

Jahrgang 1962, studierte u.a. Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der Universität Wien und ist der wissenschaftlich-pädagogische Leiter der Bildungspartner Österreich. In der Vergangenheit engagierte er sich für pädagogische und therapeutische Projekte und Ausbildungen im Sektor Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Nun widmet er sich schwerpunktmäßig pädagogischen Themen vom Ausbildungsabschluss über den Berufseinstieg bis hin zum Arbeitsalltag.

 

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