Natur tut gut. Problematisch wird es, wenn aus Wald, Dreck und Feuer ein kostenpflichtiges Erlösungsangebot wird. Dann verkauft Wildnispädagogik kein Lernen, sondern Mangelgefühl, Ursprungsromantik und käufliche Identität. Wer bucht, gilt als verbunden; wer nicht bucht, als entfremdet. So wird der Wald zur moralischen Prüfstation. Erwachsenenbildung braucht keine Heilsfiguren, sondern Urteilskraft, Reflexion und Respekt vor autonomer Lebenspraxis. Genau dort beginnt pädagogische Täuschung.